Hab Mut, steh auf! - Live vom Katholikentag

Shownotes

Die letzte Folge der zweiten Staffel von Frengels & Chef wurde Live aufgenommen auf dem Katholikentag in Würzburg. Michelle Engel und David Grüntjens sprechen über Mut – im Glauben, im Alltag und in der Kirche. Zu Beginn erzählen die beiden, wie schwer es manchmal ist, mutig zu sein, und warum Mut oft in kleinen, unscheinbaren Momenten beginnt. Michelle berichtet, dass sie früher in der Schule nicht immer offen gesagt hat, dass sie Messdienerin war, während David erzählt, wie eine blinkende Madonna im Zeltlager zu einem überraschenden Glaubensgespräch führte.

Auch Begegnungen auf dem Katholikentag können Menschen ermutigen: Michelle beschreibt die Atmosphäre wie ein großes Klassentreffen, in dem Fremde miteinander ins Gespräch kommen und Glauben teilen. David greift das Motto des Katholikentags auf – „Hab Mut, steh auf!“ – und erklärt, warum Mut im Christsein immer auch etwas mit Gemeinschaft zu tun hat. Beide sprechen darüber, wie es sich anfühlt, Teil einer kleiner werdenden Kirche zu sein, und warum es gerade jetzt wichtig ist, sich nicht zurückzuziehen, sondern miteinander unterwegs zu bleiben.

Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, wie man heute über seinen Glauben spricht. Michelle erzählt, wie oft Menschen sie auf der Straße oder bei Familienfeiern auf Kirche ansprechen und wie wichtig es ist, dann Antworten geben zu können. David verweist auf den ersten Petrusbrief und die Aufforderung, „Rede und Antwort zu stehen von der Hoffnung, die euch erfüllt“. Die beiden diskutieren, warum es Mut braucht, öffentlich über Glauben zu sprechen, und wie man gleichzeitig offen, ehrlich und authentisch bleiben kann. Im weiteren Verlauf sprechen Michelle und David darüber, wie sie selbst Mut im Glauben erfahren. Michelle erzählt von Momenten, in denen sie sich getragen fühlte – etwa beim Studienbeginn, als sie allein in eine neue Stadt zog. David berichtet, wie er vor schwierigen Situationen den Heilig Geist Hymnus betet und warum der Heilige Geist für ihn eine Quelle von Kraft und Ermutigung ist.

Zum Ende der Folge wird es persönlicher: Michelle erzählt, dass sie sich manchmal mehr Mut wünscht, besonders in beruflichen Konflikten, während David offen zugibt, dass auch er nicht immer so deutlich ist, wie er gerne wäre. Beide sprechen darüber, wie herausfordernd es sein kann, in der Öffentlichkeit zu stehen – offline wie online – und warum sie trotzdem überzeugt sind, dass Kirche Gesicht zeigen muss.

Hosts: Michelle Engel und David Grüntjens

Redaktion und Sprechertext: Lara Burghardt, DOMRADIO.DE

Dieser Podcast wird unterstützt vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken: www.bonifatiuswerk.de Das Bonifatiuswerk unterstützt katholische Christinnen und Christen dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben – mit Bau‑, Verkehrs‑, Kinder‑ und Glaubenshilfe in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

Links: Instagram Frengels & Chef: https://www.instagram.com/diokirche_krefeld?igsh=MW9xNWU5dzNtcnMxbw==

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo!

00:00:02: Prang jetzt so ein Chef

00:00:03: hier.

00:00:03: Der

00:00:04: Podcast, Frau Engel.

00:00:05: Heute live?

00:00:06: Ja ich wollte fragen was ist heute besonders?

00:00:10: Heute ist live ja.

00:00:12: Erst mal ganz herzlich willkommen allen die hier sind.

00:00:14: wir können nur einen Bruchteil der Leute sehen die hier stehen.

00:00:18: Wir freuen uns dass so viele gekommen sind und wir hoffen gerade ist es trocken das es trockend bleibt wenn nicht einfach durchhalten.

00:00:29: Chef sitzt ja trocken.

00:00:30: Ich sitze

00:00:31: trocken, genau!

00:00:33: Frau Engel wir haben ein Thema.

00:00:35: der ganze Katholikentag hat ein Thema und sie wollten eine Frage zum Einstieg stellen.

00:00:39: Echt?

00:00:41: Chef wann waren Sie das letzte Mal mutig?

00:00:43: in welcher Situation?

00:00:44: wissen Sie das noch?

00:00:45: Ja heute Morgen Weil ich ihr Recht geben musste.

00:00:50: Er weiß nichts mehr von...

00:00:52: Ja und zwar ja indirekt, das kann ich Ihnen jetzt erklären.

00:00:54: Und zwar wir haben Anfang der Woche entschieden dass wir doch nicht mit dem Auto sondern mit dem Zug anreisen.

00:01:00: Die Geschichte habe ich gerade schon ein paar erzählt.

00:01:02: Und ich habe dann mein Gepäck radikal runter reduziert und hab nur ein paar Schuhe mitgebracht, aber halt so Business-Schuhe.

00:01:09: Da hab' ich dann gestern doch deutlich gemerkt das ist wirklich gar nix für hier... Das

00:01:13: hab' Ich ihm natürlich schon im Vorhinein gesucht?

00:01:16: Sie hat gesagt sie werden leiden!

00:01:17: Ich hab gelitten und deswegen war ich heute morgen schuhe kaufen.

00:01:20: also ich musste ihr Recht geben und da gehört bei Frau Engel immer eine gute Portion Mut zu weil das fällt nicht in die Grube der Barmherzigkeit und wird vergessen sondern das kommt dann immer wieder.

00:01:30: Gott, das sollt ihr mal wieder dachten.

00:01:32: Wow!

00:01:34: Ja und ich?

00:01:35: War mutig das letzte Mal ... Wolltest du mich das auffragen?

00:01:38: Ja.

00:01:38: Ach so ja.

00:01:41: Boah, das ist eigentlich eine gute Frage.

00:01:43: Wann war ich das jetzt... Eigentlich immer wenn ich mit ihnen unterwegs bin.

00:01:47: Wirklich?!

00:01:48: Nee, so spontan fällt mir natürlich nichts ein.

00:01:50: vielleicht kommt das noch aber eigentlich schon.

00:01:52: Mut ist ja, das ist ja auch ein großes Wort finde ich.

00:01:56: Manchmal denkt mal mutig.

00:01:58: Ich bin gar nicht so mutig aber ich habe in den letzten Tagen jetzt schon darüber nachgedacht dass ganz viele Menschen jeden Tag unfassbar mutig sind.

00:02:05: Das sieht man so gar nicht und ich glaube bei sich selber oft auch nicht.

00:02:11: Was würden sie denn sagen?

00:02:13: Fällt Ihnen jemand ein, muss man jetzt nicht namentlich nennen.

00:02:16: Aber wo Sie sagen das ist ein Mensch, finde ich unfassbar mutig wie der sein Leben angeht oder die ihr Leben angehen.

00:02:23: Da stellt mich immer vor so voll endete Tatsachen und so Fragen anstatt du mir das mal vorher mit auf den Weg gehst.

00:02:28: Frau Engel hat gesagt, die Fragen dürfen vorher nicht bekannt sein damit das spontan bleibt.

00:02:32: Ja gut, gut.

00:02:36: Boah es gibt bestimmt mehrere ja?

00:02:39: Aber was mir jetzt spontan einfällt, ist wirklich hier auf dem Katholikentag, wenn die Menschen sich begegnen und sich auch nicht kennen.

00:02:46: Also angesprochen wird, wenn man miteinander quatscht und einfach sich austauscht.

00:02:50: das finde ich wirklich unglaublich mutig weil wir merken uns dass auch einzelne Personen gerade auch junge Leute also egal welches Alter auf uns zukommt.

00:02:58: dann denke ich immer boah es hat schon echt mit Mut zu tun einfach miteinander ins Gespräch zu kommen und sich bekannt zu machen.

00:03:05: Das ist jetzt nochmal eine gute Überleitung für die, die jetzt dann in zwei Wochen im Podcast hören.

00:03:08: Wir sind ja hier beim Katholikentag.

00:03:10: Genau!

00:03:11: Wir sind bei dem Katholiktentag und deswegen ist das auch für diese, die hier sind.

00:03:14: Ist das live?

00:03:14: Für die uns später hören, ist es aufgezeichnet.

00:03:19: Was sind denn so ihre ersten Eindrücke neben dem dass viele Leute Mutis sind weil man sich begegnet so vom Katholingentag

00:03:26: Schade mit dem Wetter.

00:03:28: Aber wir haben gestern ganz oft von vielen gehört, es ist wie so ein Klassentreffen und das nehme ich auch so wahr.

00:03:33: Also diese Church-Bubble ist ja vorhanden und das ist ja total schön dass man einfach sich so begegnet und das finde ich immer das A&O in der Pastoralbeziehungsarbeit und ich finde das kann man hier wahnsinnig gut leben und neue Leute kennenlernen alte Leute wieder sehen und das find' ich einfach toll.

00:03:51: Also mir geht das auch so, dass man auch ein bisschen das Gefühl hat wir waren gestern bei einer Veranstaltung wo es dann darum geht, dass wir als Christen einfach eine Minderheit schon sind und dass auch immer mehr werden.

00:04:02: Und da hat man jetzt zwei Möglichkeiten.

00:04:03: Man kann den Kopf in den Sand stecken und kann sagen Wir warten darauf, dass der letzte oder die Letzte des Licht ausmacht Oder man versucht was zu ändern, versucht etwas zu machen Aufbrüche zu leben.

00:04:13: Das finde ich so.

00:04:14: Dass man sich hier so erlebt... also wir sind ja nicht allein!

00:04:17: Wenn ich jetzt alleine hier gucke begegnet.

00:04:20: Auch heute Morgen der Dom war knackefoll und einfach so zu sehen, also wir sind vielleicht auf dem Weg immer mehr eine Minderheit zu werden aber wir sind keine Einzelkämpfer und das dürfen auch nicht werden.

00:04:31: und das denke ich, dass es auch sowas zum Thema Mut, dass man sich zusammen tut, dass Man sich vernetzt ist immer ein großes Wort.

00:04:36: Also dass wir uns immer mehr als eine Gemeinschaft begreifen die zusammen was bewegen kann weißt

00:04:43: du?

00:04:43: Und auch Mut zum Christsein zu stehen.

00:04:45: Also ich weiß noch genau, ich war in der Schule eine der wenigsten die Messdienerin war und dann habe ich da auch... also ich hab das nicht verschwiegen so nicht man wusste das schon aber ich habe da jetzt auch nicht offen zugestanden.

00:04:58: also es kommt mir jetzt immer mal wieder so in den Sinn dass ich jetzt nicht gesagt habe ja ich bin messdienerin ich übernehme das oder so nähe also und das finde ich auch mutig echt Gerade in der heutigen Zeit, wo das vielleicht auch oft mal nicht so gut ankommt zu sagen ich bin katholisch.

00:05:12: Ich bin Christ und ich mache das echt gerne.

00:05:14: Gibt

00:05:14: es denn eine Situation, wo Sie sich daran erinnern?

00:05:16: Wo Sie sagen, da habe ich mich nicht getraut dazu zu stehen dass ich zur Kirche gehe, dass ich an Jesus glaube, dass Gott für mich eine Rolle spielt?

00:05:23: Nee also in der Schule damals beim Abi, da gab's eine Situation Da hat einer gesagt, ich bin Messdienerin und so und dann anstatt ich sage, ey ich auch!

00:05:32: Und ich war ganz viel in der Jugendarbeit und so hab' ich einfach... Da hab ich geschwiegen.

00:05:35: Und daran erinnere ich mich, weil das total blöd und nicht lächerlich... Das geht mir nach, weil ich denke warum?

00:05:43: Hätte ich eigentlich schön gefunden zu sagen ja auch und mit der zu connecten und so.

00:05:48: aber da habe ich geschwiegen also und da hätte ich mehr Mut gebraucht, der mir da gefehlt hat.

00:05:54: Also ich denk wenn man bei

00:05:55: Ihnen denn... Wollt ihr eigentlich immer schon von klein auf Priester werden?

00:06:00: Also es gibt eine Situation, die war ein bisschen creepy.

00:06:06: Da bin ich in so'n Ferienlager von meinen Eltern geschickt worden mit meiner Schwester.

00:06:09: Die wollten irgendwie Ruhe haben...

00:06:11: Wir

00:06:11: haben uns da irgendwie out-gesourced für drei Wochen und dann habe ich überlegt was nehme ich jetzt so mit?

00:06:17: Und dann hab ich das total!

00:06:19: Das war so'en Plastikdinge, so ne Blinkemar-Donner,

00:06:21: ja?!

00:06:21: Und da

00:06:22: hast du schon

00:06:24: gemerkt... Wie

00:06:25: erinnert's dir

00:06:27: denn?

00:06:28: zwölf oder so, weiß ich nicht.

00:06:29: Und dann hab' ich die halt so eingepackt mit und wir haben da in so Zelten gehausst und dann habe ich mir die da so hingestellt und dann hat irgendwie einer mal was Doofes gesagt und dann hab ich die eingepacked.

00:06:38: Ja... Aber die Geschichte geht weiter!

00:06:42: Und dann hat der gesagt warum hast du das Ding denn weggestellt?

00:06:46: Dann hat er gesagt ne lass es doch ruhig stehen.

00:06:48: So, dann hab´ ich das wieder hingestellt.

00:06:49: Seit

00:06:50: wann hören sie so sehr auf andere?

00:06:55: dann sind wir über diese blinke Madonna ins gespräch gekommen und das also wirklich, dass ist jetzt schon länger her so als Jugendliche.

00:07:02: Und das war jetzt kein kirchlich geprägtes Lager oder so sondern das war ein freies Zeltlager und das fand ich richtig cool!

00:07:10: Das war für mich so ein Ding wo ich gedacht habe man muss einfach dazustehen weil es auch Brücken baut.

00:07:16: Es gibt Leute die schütteln den Kopf weg und sagen lass mich in Ruhe damit hat der Paulus auch erlebt.

00:07:21: Aber ich denke, wenn man wirklich dazu steht und dann auch was zu sagen hat.

00:07:25: Dann braut das Brücken, dann kommt man ins Gespräch und dann kann man Leute wieder dafür interessieren.

00:07:29: Ja und das finde ich eigentlich ganz schön weil sie haben ja Antwort gegeben warum Sie das mithatten oder?

00:07:33: Also ihr seid ins Gespräche gekommen und das find' ich das Wichtige dass man heutzutage Antwort geben kann Warum ist man gerne Christian also warum glaubt man und warum ist man miteinander unterwegs?

00:07:44: Was glauben Sie denn, wie kommt man denn da hin?

00:07:46: Dass man in der Lage ist also nicht nur den Mut zu haben was zu sagen sondern dass man auch etwas zu sagen hat.

00:07:54: Ich wollte gerade sagen mutig sein die ja eigentlich das eigene Glaubensleben einfach authentisch nach außen hinzu vertreten.

00:08:03: Das würde ich sagen.

00:08:04: Also ja dass man sich nicht einschüchtern lässt sondern wirklich preis davon gibt was einen selber bewegt und einen was gibt.

00:08:13: Also mir kommt da nochmal, wir hatten letzte Woche den Text aus dem ersten Petrusbrief.

00:08:17: Seid stets bereit jedem Rede und Antwort zu stehen von der Hoffnung die euch erfüllt.

00:08:22: also das ist so ein Wort was mich unfassbar untreibt weil ich denke wenn wir als Kirche ernst genommen werden wollen Wenn wir auch wahrgenommen werden wollen dann müssen wir etwas zu sagen haben Und zwar natürlich auch zur politischen Themen zu gesellschaftlichen Themen aber eben auch zu den Dingen die wirklich den Kern des Glaubens berühren.

00:08:42: Warum glaube ich an Gott und warum habe ich für mich das Gefühl, dass das sinnvoll ist?

00:08:47: An Gott zu glauben.

00:08:48: Es gibt da ganz viele die sagen ja kannst du machen aber hast ihr eh nichts von Aber das ist ja nicht meine Alltagserfahrung.

00:08:54: Und darüber zu reden.

00:08:56: also warum Ist das ein Bonnum für mich an Gott zu Glauben mit Gott durch mein Leben zu gehen Dann jetzt für uns Katholiken auch dann nochmal also auch die Sakramente sich da reinzugeben und die zu leben, und sich damit zu verbinden.

00:09:10: Und auch nochmal auf eine ganz besondere Weise mit Jesus in Berührung zu kommen und von ihm berührt zu werden.

00:09:17: Aber darüber muss man ja reden können!

00:09:19: Das meine ich ja, diese Beziehungsebene wie das bei Ihnen im Zeltlager war und generell also wirklich.

00:09:24: Also miteinander ins Gespräch zu kommen.

00:09:25: Ich hatte letztens jetzt noch mal... Man ist ja immer so ein Aushängeschild.

00:09:28: dann ach die Arbeit der katholischen Kirche.

00:09:30: man hat direkt immer ein Thema und dann kommt wirklich immer dieses negative erstmal und dieses kritische.

00:09:34: und wenn man dann keine Antwort steht.

00:09:37: Ob man das verstehen kann?

00:09:39: Und man kann das ja oft verstehen, was die bewegt und warum sie sagen ne also Kirche, das catcht mich jetzt nicht mehr irgendwie.

00:09:46: Aber dass man dann mit denen ins Gespräch geht und dann auch noch mal vielleicht die Möglichkeit hat okay Die Meinung zu verändern und so sagen Okay, die lassen sich nochmal auf etwas ein Das finde ich total schön und das passiert Ja nur im gesprächen in der kommunikation aus.

00:09:59: wenn Sie jetzt jemandem sagen Was würden Sie denn jetzt jemandem sagen, der sagt ja also ich glaube schon an Gott und mir ist das auch alles wichtig.

00:10:09: Aber ich möchte das eigentlich für mich alleine machen.

00:10:12: Ich möchte da jetzt nicht groß drüber reden und mir es auch lieb wenn mich da keiner darauf anspricht.

00:10:19: Ja ich würde glaube ich erstmal fragen warum?

00:10:21: Also dieser Alleingang ihm wichtig wäre oder dieser Person und dann würde ich aber schon vielleicht

00:10:26: doch um nicht kritisiert zu werden

00:10:28: Wie meinste?

00:10:29: Ja, also weil das ja schon... Oh!

00:10:31: Ja genau.

00:10:31: Das hast du mit Angang.

00:10:33: Und dann aber zu fragen Also wie er seinen Glauben lebt, also wie diese Person den Glaubem lebt.

00:10:40: Also was ihm wichtig ist.

00:10:41: und ich würde dann von mir erzählen dass mich in meinem Glaubens die Gemeinschaft unglaublich wichtig ist Und davon erzählen zum Beispiel mit Sonntags Mit den Messen mit der Begegnung ja miteinander unterwegs zu sein.

00:10:52: und Ich glaube wenn man das authentisch vertreten kann und davon auch Ja begeistert erzählen kann oder erwägt man Neugier und das erhoffe ich ja auch immer durch Instagram und überhaupt auch im Alltag in Krefeld selbst Und merke das ja auch, dass die Menschen denken ach ok dann lasse ich mich da vielleicht mehr drauf ein.

00:11:10: Also diese Offenheit wünsche ich mir einfach von ganz vielen, dass sie sich auf diese Sachen einlassen und dann nochmal abwägen können.

00:11:18: okay möchte ich das wirklich nur für mich oder ist das eine Option?

00:11:22: Jetzt haben Sie Instagram ja schon erwähnt.

00:11:24: Da sind wir ja auch im Weg gegangen.

00:11:28: Also am Anfang war es ja zum Beispiel so, da haben sie ja hauptsächlich irgendwie jetzt mich oder andere Personen gefilmt.

00:11:34: Ja eigentlich haubsächlich sie.

00:11:37: Aber irgendwann kam der Punkt wo Sie sich dann also im wahrsten Sinne des Wortes ja getraut haben Gesicht zu zeigen.

00:11:47: Was war der Auslöser?

00:11:48: Warum haben Sie gesagt okay ich muss da auch mit rein und wie viel Überwindung hat sie das gekostet.

00:11:56: Ich weiß gar nicht, wann der Zeitpunkt kam.

00:11:58: Also ich begründe das in erster Linie immer... Ich habe tatsächlich immer nur Chef gefilmt und ich war von ihm abhängig so ein bisschen.

00:12:09: Wenn er mal nicht im Büro war oder von einem Termin zum anderen gehetzt hat und ich mit der Kamera stand, da wusste ich ja schon welchen Blick ich erleben darf.

00:12:16: Und dann hab' ich gedacht, nee!

00:12:17: Also irgendwie das ist mir doch zu anstrengend.

00:12:20: gerade weil die Followerzahlen dann zunahmen und so... ...und ich auch was zu sagen hatte, habe ich gedacht ne also es ist einfacher wenn ich selber in die Kamera spreche.

00:12:28: Gerade wenn ich dann im pastoralen Alltag die Leute mitnehme von meiner Arbeit erzähle.

00:12:33: Ich finde es halt einfach unglaublich wichtig dass man Gesicht zeigt vor Ort und digital, wo heutzutage, ob wir das gut finden oder nicht die meisten Menschen unterwegs sind.

00:12:41: Und wie er deshalb so ist meine Meinung als Kirche unbedingt in den sozialen Medien vertreten sein müssen.

00:12:48: Dass wir da einfach Gesicht zeigen und dass ich da dann wirklich auch erkennbar bin als Strangels als Chef und das merken wir in den vielen vielen Nachrichten, die wir bekommen Die sind seelsorgerisch.

00:13:00: in allen Lebenslinien kommen die Leute auf uns zu mit ihren seelsorgischen Herausforderungen, weil sie wissen wer steckt hinter diesem Kanal.

00:13:10: Also dass nur Fringles das liest oder halt auch Chef so und dass da jemand ist den Sie kennen also der Gesicht zeigt und dass jetzt nicht einfach nur was gezeigt wird.

00:13:19: man weiß gar nicht wer steckt hinter diesen Kanal und das finde ich unglaublich wichtig.

00:13:23: Und vor Ort kriege ich das auch immer mit wenn Leute zu uns nach Dio kommen uns besuchen kommen und dann sagen irgendwie Ich weiss gar nicht Wer unsere Gemeindereferente und unser Fahrer vor Ort ist.

00:13:33: Also ich sehe die so selten.

00:13:35: Klar, wir kennen alle die Umstrukturierungen, die überall anstehen und so.

00:13:39: aber das finde ich auch unglaublich wichtig vor Ort präsent zu sein Gesicht zu zeigen Beziehungsarbeit zu leisten ja.

00:13:46: Was würd denn sagen?

00:13:46: Was hat sich für Sie persönlich denn verändert dadurch dass sie jetzt eben ja auch in gewisser Weise der Öffentlichkeit stehen als Mitarbeiterin der Kirche Als jemand der sagt also Leben ohne Die Glaube geht für mich nicht, hat sich dafür was verändert?

00:14:02: Dass das jetzt so breit ist.

00:14:03: Sie können ja nirgendwo mehr hingehen ohne dass die Leute wissen, da ist die Tante von der Kirche!

00:14:07: Also...

00:14:12: Das, was ich eben schon angesprochen habe.

00:14:13: Also es ist wirklich so, dass die dich natürlich direkt mit der Kirche verbinden und das einfach wirklich die ersten Themen sind, die angesprochen werden ob das jetzt bei Familienfeiern sind oder Geburtstagen oder Freunden.

00:14:26: Ach, das ist die, die bei der Kirch arbeitet und dann kommen alle Themen, die die Beschäftigen raus.

00:14:30: Es ist einfach so!

00:14:30: Und wenn man dann Antwort oder keine Antworten hat, ist das echt schwierig weil dann denken die Leute wieder ach ja lass sie mal quatschen von der Kirchen aber wenn man mit denen ins Gespräch kommt also Da passiert schon echt viel, finde ich.

00:14:41: Auf so einem Geburtstag um zwölf Uhr mit nem Bierchen aber genauso auch auf der Straße.

00:14:46: Also es ist wirklich Beziehungsarbeit!

00:14:49: Jetzt lavieren wir die ganze Zeit so rum und sagen ja Antworten man muss Antworten haben, also richtige Antworten dann haben wir jetzt ordentlich gegeben.

00:14:54: Ja dann gib mal eine!

00:14:55: Für mich wäre jetzt nochmal die Frage so... Das Motto jetzt hab Mutsteh auf, er ruft dich das aus der Perikope mit dem blinden Bettler Bartimeus genommen.

00:15:09: Ich finde da einfach.

00:15:10: Also mir gefällt das Motto, weil das für mich viel von der Dynamik die Kirche eigentlich haben müsste zeigt.

00:15:17: Das ist von Anfang an ein Gemeinschaftsding.

00:15:19: Dieses große Wunder was Jesus da tut, dass der Blinde sehend wird... ...das passiert auch auf Vermittlung durch die anderen hin.

00:15:27: Die sagen und jetzt trau dich!

00:15:29: Und jetzt stehe auf und geh' auf Jesus zu und schmeiß dich dem in die Arme so... Der hat dich schon

00:15:35: nix gewiesen?

00:15:37: Das ist ein Gemeinschafts-Ding.

00:15:41: Natürlich ist Jesus der, der das Wunder tut.

00:15:44: Aber der spannt die alle mit ein und da ist so ein Geist in denen die merken ... Also wenn wir die beiden jetzt zusammenbringen, dann wird das hier was richtig Großes!

00:15:52: Und da denke ich, das müsste so eine Grunddynamik von Kirche eigentlich sein.

00:15:56: Dass man sich eben gegenseitig ermutigt ja also auch dabei zu bleiben.

00:16:00: wir wissen alle kirch ist nicht perfekt Wir sind nicht perfekt keiner ist perfekt und es gibt genug gründe zu sagen Ich finde den laden etzend und dass passt mir nicht und das passt mir Nicht aber eben als gemeinschaft auch zu gucken dass wir gerufende sind in diese gemeinschaft hinein und dass wir Eigentlich alle das ziel haben uns jesus In die arme zu schmeißen Na ja noch mal auf eine andere Weise auch sehende zu werden.

00:16:21: Was braucht die Welt, was braucht die Kirche?

00:16:23: Was brauchen die Menschen in meiner Umgebung?

00:16:26: und wo kann ich meinen Beitrag da so leisten?

00:16:29: Das ist ein

00:16:29: schönes Bild weil stimmt also diese Gemeinschaft ist da schon ganz klar die in den Gemeinden vor Ort sein sollte.

00:16:35: Da denke ich mir, also ich würde mir von der Kirche da mehr Mut wünschen das mal nach vorne zu stellen ja?

00:16:40: Also nicht so dieses ewige um sich selber kreisen wunden lenken und so.

00:16:44: Ich denke es nur Leute wir haben so eine tolle Botschaft Wir haben so ein super Angebot!

00:16:48: Wir haben einen grandiosen Gott hat er so unfassbar viel für uns schon getan hat in der Halsgeschichte und immer noch konkret in unserem Leben tut.

00:16:57: und also warum kriegen wir das nicht mehr hin?

00:16:59: dass in Anführungsstrichen Publikums wirksam, in die Welt zu bringen.

00:17:03: Weil das ist doch das Geilste was dir im Leben eigentlich passieren kann, dass du mit Gott so...

00:17:07: Ja und dann wird er ja gemotzt

00:17:10: ne?

00:17:10: Und da denk ich so also Kirche hat mal Mut, hört es motzen mal auf und mach mal deinen Job einfach, bringe die Leute mit Jesus zusammen verkündet das Evangelium und lebt den Nummer mal vernünftig.

00:17:21: und vielleicht, vielleicht hat das nochmal eine andere Wirksamkeit auch in die Gesellschaft und auch in der Kirche hinein wenn man merkt okay Wir gucken jetzt erstmal wirklich auf das, was dieses Feuer, was wir ja alle irgendwie in uns gespürt haben und immer noch spüren.

00:17:36: Was das anhält und was es auch nochmal groß machen will so.

00:17:40: Also wirklich Mut auf Jesus zu gucken und mit dem gehen wir jetzt so nach vorne.

00:17:47: Ja, und den Gemeinschaft ist ja alles besser.

00:17:49: Aber das ist eh so... Nein

00:17:50: nicht alles aber auch realistisch bleiben.

00:17:53: Aber

00:17:55: ich habe jetzt eine Kirche gedacht und also wirklich an die Sachen die auch angeboten werden.

00:17:59: es ist ja einfach tausendmal schöner wenn man sich gegenseitig unterstützt und einander wertschätzt und miteinander unterwegs ist als wenn man da mit fünf Leuten sitzt die sich auch noch irgendwie gegenseitsversuchen auszun.

00:18:10: Jetzt haben wir eben gesprochen darüber Wann wir das letzte Mal mutig waren, wann war denn Gott für Sie das letzte mal mutig?

00:18:17: Gibt's da so?

00:18:18: Kann man dazu sagen.

00:18:19: Gott!

00:18:19: Das letzte Mal Mutig... Jetzt in meinem Leben oder wie?

00:18:23: Ja also wenn sie die Erfahrung hatten vielleicht.

00:18:26: Weil der war ziemlich mutig als er mich irgendwie auf den Weg gebracht hat in seiner Kirche was zu machen.

00:18:31: Das hätte auch schief gehen können.

00:18:35: Also da fand ich ihn jetzt schon ziemlich mutigt.

00:18:40: Für mich ist ja irgendwie immer mutig.

00:18:44: Hast du gar nicht so die Antworten?

00:18:45: Nee.

00:18:46: Wollte supergute mal!

00:18:47: In

00:18:47: dem Fall war die Frage einfach nicht gut.

00:18:49: Natürlich, klar.

00:18:54: Also ich finde Gott ist mit jedem Menschen ja unfassbar mutig oder?

00:19:01: Denke ich, oder?

00:19:04: Ja.

00:19:04: Aber dann stell' Du meine Frage wenn Du meinst, meine war blöd.

00:19:07: Das

00:19:08: habe ich ja so dich gesagt.

00:19:10: Ich wollte nochmal fragen... Also ich wollte auch auf die Schiene Gott jetzt gehen.

00:19:14: Nämlich, wo haben Sie denn das Gefühl mal für sich gehabt so im Leben?

00:19:19: Da hat Gott mich mutig gemacht.

00:19:21: Weißt du, so eine Situation haben wir im Leben tausendfach, wo du da sitzt und denkst so wie die Nummer werden soll, wie ich das anpacken soll.

00:19:30: am liebsten würde ich einfach abhauen und dann aber eben nicht abhauern und durchziehen gibt's ja so... Wie kommt man an dem Punkt dass man Gott zu echt als Kraftquelle auch erfährt?

00:19:44: Gute Frage.

00:19:49: Als ständigen Begleiter in meinem Alltag, wenn es zu herausfordernden Sachen kommt.

00:19:56: Ich hab jetzt irgendwie den Studienbeginn der viel mehr so ein.

00:19:59: Ich habe in Paderborn studiert und musste vier Wochen eher als alle anderen dahin.

00:20:03: Und ich war gerade achtzehn ganz jung, das erste Mal von zu Hause weg.

00:20:08: Und dachte so vier Wochen alleine und kein anderer war da, die kam erst vier Wochen später.

00:20:13: Da hab' ich auch gedacht, boah Hilfe!

00:20:16: Der trägt mich jetzt ehrlich.

00:20:17: Also, was soll mir Schlimmes passieren?

00:20:19: Das klappt schon und das erfahre ich in ganz vielen Situationen meines Lebens wo ich denke Boa wie wird das wohl werden?

00:20:25: die Veranstaltung dass und da stehst du vor irgendwelchen Herausforderungen und und und Ich weiß einfach also wirklich ist so ein Grundgefühl.

00:20:36: Der wird mich da schon durchbringen und würde mich schon leiten, wenn es auch nicht klappt.

00:20:40: Habe ich auch mittlerweile so dieses dann sollt das nicht sein?

00:20:43: Also so dann wird er mir schon einen anderen Weg zeigen.

00:20:46: Das werden jeder reiner immer sagen.

00:20:47: wer weiß wo Fürth Judd war.

00:20:48: Ja

00:20:51: also ich finde zum Beispiel ich habe das im Studium man ahnt das jetzt nicht aber ich fand diese mündlichen Prüfungen in dem Studium die fand ich fand die grauenhaft.

00:20:58: Da hab' ich wirklich auf den Tag gelangt.

00:20:59: Ich

00:21:00: fand's die toll!

00:21:00: Ja ja ja ein bisschen bla bla bla umfingerwickeln und fertig Und ich fand das so schrecklich.

00:21:07: Ich konnte mich da so reinsteigern Tage vorher.

00:21:12: Was machst du, wenn er eine blöde Frage stellt und kannst nichts sagen?

00:21:15: Und so.

00:21:16: Da habe ich mir damals angewöhnt vor jeder schwierigen Situation diesen heilige Geisthymnus zu beten.

00:21:22: Das hat ja schon mal geprägt.

00:21:22: Wir haben jetzt nächste

00:21:23: Woche Pfingsten.

00:21:24: Also ich kann das Ding nur empfehlen!

00:21:26: Das ist so großartig und das wirkt garantiert.

00:21:28: also wirklich... Wenn ich weiß, ich hab ein schwieriges Gespräch.

00:21:31: Wenn ich weiss...

00:21:32: Also jeden Tag, wenn sie mich sieht...

00:21:34: ...jeden Tag in dieses Büro komme.

00:21:36: Nein, also wirklich, wenn ich weiß.. was das wird mich massiv herausfordern.

00:21:42: Da ist auch ein bisschen taktik gefragt oder so, ne?

00:21:45: So Situationen von denen ich merke die sind vielleicht auch ein bissel zu groß für mich alleine.

00:21:51: Also dann bete ich immer diesen heilig geist.

00:21:53: Dann sag den noch mal weil das fand ich ganz schön.

00:21:55: Gottes Lob Nummer drehundertzwierzig.

00:22:00: und also ich gehe wirklich mit einem ganz anderen Gefühl in Begegnungen in Situationen Hinein.

00:22:08: so weil ich finde wirklich dass das dieser heilige geist Das ist die pure, ermutigende und bekräftigende Kraft, die Gott für uns hat.

00:22:18: Und die der dann so volle Pulle auf uns ausgießt... Ich bin jetzt kein großer Charismatiker!

00:22:24: Aber ich finde so dieses sich mit dem Heiligen Geist zu verbinden.

00:22:27: und wirklich so ne mir fehlt halt die Kraft.

00:22:29: Seid du jetzt da?

00:22:31: Du musst da irgendwie mit ran das find' ich einfach unfassbar wichtig.

00:22:34: Also auch zum Thema so Mut haben.

00:22:35: also wenn du in deinem Leben an so einem Punkt kommst wo du so denkst Da brauch ich jetzt Mut, da brauche ich jetzt Kraft Wirklich Geist, dann zack

00:22:43: ab.

00:22:43: Ganz zum Heiligen Geist bieten?

00:22:44: Auf

00:22:44: jeden Fall!

00:22:46: Auf jeden fall finde ich ganz wichtig.

00:22:48: Und dann ist das wie so ein befreiendes Gefühl oder so einen Kraftgefühl.

00:22:52: Also ich habe zumindest das Gefühl Ich hab jetzt alles was ich tun konnte, hab' ich jetzt getan So und das andere muss dann schon der heilige Geist machen und meistens macht er das auch.

00:23:03: Und wenn nicht, dann sind wir wieder bei Frau Engel, wer weiß wofür Teut war.

00:23:06: Also ich dachte dann ist Frau

00:23:07: Enge wieder schuld?

00:23:09: Nein nein das nicht!

00:23:11: Aber ganz im Ernst, also es finde ich wirklich, dass man das gut lernen kann sich dem Heiligen Geist so anzuvertrauen und ihm auch auszusetzen und zu sagen jetzt bist du dran, mach du mal.

00:23:26: Gibt es solche Situationen für sie wo... Sie sich mehr Mut gewünscht hätten gerade in ihrem beruflichen Alltag, wo sie sagen...

00:23:39: Ich bin ja so harmoniebedürftig.

00:23:41: Das würde man gar nicht meinen.

00:23:46: Manchmal habe ich mich bei Gesprächen schon geärgert und hab gedacht du hättest hier eigentlich deutlicher sagen müssen was hier Phase

00:23:53: ist.

00:23:54: Ja, aber dann damit es eben jetzt nicht irgendwie Ärger gibt.

00:23:58: und so hab ich dann gedacht, na komm, mach's dir lieber nicht.

00:24:02: Und ja und im Nachhinein habe ich gedacht, nee komm da hättest du wirklich mutiger sein müssen.

00:24:06: Hättest eine Farbe bekennen müssen wo du grade denkst, das läuft jetzt hier nicht gut?

00:24:09: Da müssen wir nochmal ran.

00:24:12: Aber das bleibt auch ne Baustelle für mich weil ich hab eigentlich keine große Lust auf Konflikte.

00:24:17: Das Leben geht leider nicht ohne.

00:24:19: Aber dass muss sich noch lernen.

00:24:22: Und bei ihnen...

00:24:24: Gibt's

00:24:27: nix!

00:24:31: Nee, wüsste ich jetzt gerade so spontan nicht tatsächlich?

00:24:34: Nein.

00:24:38: Ich fand tatsächlich auch als wir mit Instagram angefangen haben... Wollte ich

00:24:43: gerade draufkommen?

00:24:44: ... sich dieses da so auszusetzen.

00:24:47: Mit der Weile ist man über die Jahre jetzt echt dran gewöhnt, dann kriegt man auch ein dickes Fell.

00:24:51: aber wenn ich an die Anfänge denke, sich selber zu sehen und dann denkst

00:24:56: du Er guckt sich immer schon sehr grinsend an, wenn er sich dann da sieht.

00:25:02: Aber ich wollte tatsächlich gerade drauf kommen, weil das ja auch als katholischer Fahrer – viele sagen immer, dass der das mitmacht!

00:25:11: Das ist toll, ne?

00:25:13: Als kathologischer Fahrerer hat man eine andere Außenwirkung und generell haben sie viel Verantwortung in der Leitungsfunktion.

00:25:21: Das ist ja auch nochmal was anderes, sich da so zu präsentieren.

00:25:24: Auch mit unserer dynamischen und flapsigen Art.

00:25:28: Weil man da natürlich auch schon mal Sprüche hören könnte.

00:25:32: Da muss man ja auch mutig sein oder wie nehmen Sie das wahr?

00:25:34: Ja, aber für mich soll es ein generelles Ding von Priester sein.

00:25:41: Man ist gewohnt, dass man immer auch ein Zeichen des Widerspruches ist.

00:25:47: Und ich habe für mich irgendwann gedacht, das ist so... Und das...

00:25:51: Wo bin ich halt?

00:25:52: Ja, nee nicht so bin ich an.

00:25:53: Sondern so ist es halt.

00:25:54: also wenn ich mich da jedes mal verletzen lassen würde oder dann in A gezweifelt käme Da wirst ja irgendwann irre dran.

00:26:03: Also das ist halt auch das mit dem Mut.

00:26:05: Ich habe mich einmal dazu entschieden eben auch für die kirche Gesicht zu zeigen und Dann hoffe ich dass sich das auch so durchziehe.

00:26:15: Das ist ja so ein bisschen, wo wir viele Rückmeldungen zu bekommen.

00:26:19: Wie wir damit umgehen auch gerade in dieser Öffentlichkeit zu stehen Gesicht zu zeigen weil das ja über den Kirchraum hinausgeht.

00:26:27: also Wir kriegen ja Mitteilung aus Neuseeland Spanien Also die gucken uns irgendwie überall und Klar wenn man in der Öffentlichkeits steht dann Ist Man Auch Der Kritik Einfach Ausgesetzt.

00:26:37: So.

00:26:38: Aber das sage ich dann immer wieder, weil viele ja überlegen da auch mit anzufangen und wir ermutigen die ja immer genau.

00:26:45: Das auch zu machen, weil die sagen ja es gibt ja schon Frankincense und Chef- und Tidio-Kirche.

00:26:48: Wir brauchen das doch gar nicht noch auch!

00:26:49: Und dann sag' ich doch also... Es ist ja wichtig gerade diese Vielfalten.

00:26:53: Also vielleicht sind wir einigens so flapsig, die nehmen dann irgendwo anders lieber was mit oder oder.

00:26:57: Ich finde diese VielFalt auch in den sozialen Medien von der katholischen Kirche oder von Überhauptkirche finde ich unglaublich wichtig und da mute ich voranzuschreiten.

00:27:09: Wir hatten vorhin gesagt, es braucht das Mut zum Zeugnis geben.

00:27:15: Zu seinem Glauben zu stehen und da auch das kommunizieren zu können.

00:27:19: Sondern dass eben nicht nur in der eigenen Bubble, sondern das Großmachen ins Internet setzen.

00:27:25: Da sagen sie, das brauchen wir wirklich!

00:27:27: Total und deswegen war mir das ja auch so wichtig, als wir uns dazu entschieden haben.

00:27:32: Ich weiß noch genau wie wir zusammen saßen darüber überlegt haben da weil er gerade neu in Krefeld was wir vor Ort anders machen wollen.

00:27:39: dann haben wir uns entschieden Wir sind beide relativ jung Er nicht mehr so.

00:27:43: Aber Ja den Spruch kann er nicht hören den Reis.

00:27:47: ich nehme immer aber jetzt mit vierzig Chef kannst du dir den nochmal öfter anhören Dass das wichtig ist da vor Ort Gesicht zu zeigen.

00:27:56: Was hast du gerade gesagt?

00:27:57: Jetzt bin ich nämlich raus.

00:27:58: Das habe ich mir gemerkt, die hat sich nämlich vergnobiert

00:28:00: in ihrer Boshaftigkeit

00:28:01: mehr gegenüber.

00:28:03: Die Frage war...

00:28:05: So genau und dann hab' ich nämlich zur Chef gesagt aber ein bisschen nicht so.

00:28:08: churchy das war ja auch so einen Satz den man jetzt schon mal öfter gehört hat weil mir wichtig war wenn wir Gesicht zeigen nach außen gehen mit unserem Job, mit unserem Berufalltag und so.

00:28:19: Dann nicht einfach nur Kirchtürme auf Instagram zu posten.

00:28:23: Wir lieben alle Kirchen, Chef besonders Und wir gehen auch alle im Urlaub gerne in Kirchen rein und tolle Gebäude.

00:28:30: Aber es ist ja kein Mehrwert für die Leute, die das angucken gerade in Neuseeland und Spanien.

00:28:34: Also kann man einmal die Woche posten dann sieht das auch schön aus.

00:28:37: In Krefeld ist die schönste

00:28:38: Kirche.

00:28:38: Ich folge auf Instagram ganz vielen Seiten wo nur so kirchenbilder gepostet werden.

00:28:41: ich finde das toll ehrlich gesagt

00:28:43: Wow.

00:28:45: Und mir war es wichtig, dass man den Menschen auch Mehrwert mitgibt.

00:28:48: Also durch die Predigten beispielsweise von Chef, durch diesen Berufsalltag, durch dieses Gesicht zeigen das die Menschen wirklich wieder eine Person haben, die sie mit Kirche verbinden können und hoffentlich dann auch positiv.

00:28:58: ja also dass man wieder einen Zugang findet und das schafft man durch Gebäude halt einfach nicht.

00:29:03: deswegen ist dieses Gesichtzeichen für mich das A&O.

00:29:07: Jetzt sind Sie ja als Gemeindeverrentin eben auch in der Kirche tätig und für die Kirche.

00:29:15: Wir würden schon sagen, das ist eine Berufung, die Sie da leben.

00:29:20: Wie haben Sie denn gemerkt, dass sie sich jetzt wirklich trauen müssen?

00:29:24: Alle anderen Pläne, die man so fürs Leben hat und was man sich vorstellen kann, über Bord zu werfen und zu sagen ich spiele jetzt wirklich die Karte Kirche, ich mache das jetzt!

00:29:36: Das war ganz komisch bei mir.

00:29:38: Ich war klassisch Messdienerin, weil meine eine Schwester das auch war.

00:29:43: aber ich sage ihnen ganz ehrlich die waren immer im Phantasialand.

00:29:46: Das fand ich cool!

00:29:47: Die haben immer einmal im Jahr einen Phantasiellandausflug gemacht und das wollte ich natürlich auch.

00:29:50: also bin ich Messdinerin geworden so.

00:29:52: Und dann wurde unsere Pfarrei fusioniert und unten kamen neue Prieste und dann hat man mit denen immer mal wieder gequatscht Pizza gegessen, also so Messdieneabende gemacht und irgendwie kamen wir in Kontakt und bei uns gab es keine Gemeindereferentin Und ich kannte den Beruf deshalb gar nicht.

00:30:07: Die sagten aber, hör mal das wäre doch was für dich.

00:30:09: und ich dachte weiß ich nicht... Also ich konnte mir immer unglaublich viel vorstellen mit ja den verschiedensten Altersgruppen und so und konnte mich da nicht so festlegen Ja und hatte dann verschiedene Gespräche geführt.

00:30:20: Ich habe dann auch, glaube ich so ein Berufungsgespräch geführt und das war eine Ordensschwester.

00:30:25: Und die hat gesagt Frau Engel sie sind jetzt gerade fünf Minuten hier aber der Job ist was für Sie.

00:30:29: Dann habe ich gedacht okay und hab mich dann ans Telefon gesetzt und habe dann verschiedene Bistümer angerufen genau Ob man das glauben will oder nicht, ich saß wenige Wochen später in Paderborn.

00:30:43: Und also man hört ja immer so klassische Berufungsgeschichten mit.

00:30:46: Ich bin dann über den Kirchplatz gegangen und die Glocken läuteten und ich wusste... Oder ich werde gemeine Referentin So was bei mir tatsächlich nicht.

00:30:55: aber es war schon irgendwie fand ich so Das Wort schon von Gott irgendwie so Ja, geführt.

00:31:03: Also ich war wirklich dann auch wie gesagt vier Wochen eher in Paderborn und Ich war tatsächlich einfach Rokizuki da.

00:31:08: das wurde mir irgendwie so Und ich habe es nie bereut bis jetzt.

00:31:14: Also von daher herzliche Einladung.

00:31:16: wer sich für diesen beruf interessiert muss man Das

00:31:18: wäre jetzt das nächste gewesen.

00:31:19: also wir leben jetzt ja gerade nicht In einer schwemme von Menschen die in der passoral arbeiten.

00:31:27: Glauben sie dass Die Berufung ist einfach am Ende oder die Leute hören das nicht mehr?

00:31:32: Oder was ist da los?

00:31:35: Nee, ist auf keinen Fall.

00:31:36: Am Ende.

00:31:38: Die hören es nicht mehr finde ich eigentlich ganz schön gerade gesagt weil wir hören ja wirklich viel nicht, weil wir abgelenkt sind.

00:31:44: also jetzt wenn ich wirklich in die sozialen Medien dann uns beide denke mit Instagram, TikTok und so... Also wir werden ja so beschallt von jeder Situation und lenken uns ja so ab dass wir entweder Gott nicht mehr hören oder generell auch uns nicht mehr zuhören und uns selbst auch nicht mehr zuhören.

00:31:58: Ich glaube, das ist ein großer Fehler also dass wir diese Stille nicht mehr haben dass nicht mehr so wirkt, dass wir merken, wir sind vielleicht Berufen für einen Beruf.

00:32:08: Und natürlich spielt da auch wieder der Mut bei.

00:32:11: Sie haben ja viele Freunde und ich auch die aus der Kirche ausgetreten sind – teilweise dann immer sagen mit «Ach übrigens!

00:32:18: Ich bin aus der Kürche ausgedrehten bei irgendeinem Weinabend oder so.

00:32:21: Danke für die Info, wenn ihr vorher noch mal darüber sprechen könnt.

00:32:26: da dann auch mutig wieder zu sagen, warum man das macht.

00:32:31: Warum arbeitet man für den Laden?

00:32:33: Und was ist einem so wichtig und mit denen dann wieder ins Gespräch zu kommen und dass die auch merken okay ach die macht das dafür und also dass sie wirklich Menschen erreicht.

00:32:41: und das finde ich wieder mutig und gesicht zeigend, dass man so unterwegs ist ja.

00:32:46: Was wäre denn für Sie ein Grund zu sagen Ja das lohnt sich für die Kirche zu arbeiten hat mal Mut mach das spür dem mal nach lass dich drauf ein.

00:32:56: Ja, also ich bin auch, kann man das jetzt so sagen?

00:32:58: Auch oft genervt von der Kirche.

00:33:01: Liebe aber natürlich den Beruf die Vielfalt und meinen Glauben.

00:33:06: Und dann kann ich das was manchmal für mich nicht okay ist wo ich manchmal denke ah das nervt mich jetzt Wie sagt man in den Background stellen oder so?

00:33:17: Weil mir der Mensch unglaublich wichtig ist.

00:33:20: Ja, also da ist wieder das mit der Beziehung so.

00:33:22: Also diese Beziehungsarbeit, diese Seelsorge dass man Menschen in heraus von Situationen hilft.

00:33:28: Diese Gemeinschaft, das finde ich unglaublich Wichtig.

00:33:30: ja und bei Ihnen

00:33:35: Was war die Frage?

00:33:39: Nein!

00:33:42: Ich liebe diese Kirche auch wenn sie mir manchmal wirklich auf die Nerven geht, aber ich kann mir für mich nichts Schöneres vorstellen.

00:33:55: Gerade jetzt der Priesterberuf ist so... unfassbar vielfältig und du kommst so tief, also nicht nur mit Gott sondern auch mit den Menschen in Berührung.

00:34:04: Du berührst ganz existenzielle Fragen, du berührs existenziele Momente im Leben anderer.

00:34:11: dir wird soviel Vertrauen immer noch entgegen gebracht.

00:34:14: die Leute erzählen öffnen ihre Herzen und erzählen die dunkelsten Dinge.

00:34:20: Und du darfst da irgendwie mit rein, und darfst versuchen das mit den Leuten anzuschauen und in das Licht Gottes zu halten und einen neuen Weg miteinanderzufinden so... Es ist einfach großartig.

00:34:34: Ich hätte mir ganz viele andere Sachen irgendwie auch vorstellen können, Arztanwalt irgendwie so wäre alles super.

00:34:39: aber ich glaube ich werde dann nicht glücklich geworden weil diese andere Dimension die eben ich nicht mehr in der Hand habe.

00:34:46: Weil die eben im meinem Beruf so unfassbar groß ist also ganz viel von dem was wir tun und was da passiert zwischen den Menschen das sind ja gar nicht wir Sondern das ist eigentlich jemand anders, der da wirkt.

00:34:59: Aber jetzt

00:35:00: haben wir eben schon gehört und das wissen ja auch einige die uns verfolgen Sie haben ja seit sie drei sind so ist ja die Geschichte mit ihrem Opa im Kölner Dom so.

00:35:08: Ja wussten sie ja sie werden präist also

00:35:10: nicht so wollte ich machen.

00:35:12: aber mussten sie denn dennoch mutig sein diesen Schritt zu gehen der ja wirklich noch mal total lebensverändernd ist in dem Sinne.

00:35:22: Haben Sie da irgendwie so einen Moment gehabt, wo sie sagten, wo?

00:35:24: ja doch?

00:35:24: Da war ich echt mutig oder war das wirklich diese klare Linie von Anfang?

00:35:28: Ja

00:35:28: also ich habe für mich nicht das Gefühl gehabt Ich hätte an irgendeiner Stelle nochmal besonders Mut aufgebracht weil ich da wirklich einfach immer so reingewachsen bin und aus meinem Blickwinkel jetzt so von Gott auch durchgeführt worden Nee.

00:35:47: Also kann sein, dass andere sagen würden doch da war der irgendwie mutig und so.

00:35:50: aber ich fühle mich selber jetzt nicht.

00:35:52: das war einfach.

00:35:53: das war so der Weg.

00:35:54: und ja

00:35:56: okay Frage wollen wir fragen ob die Leute mutig sein wollen oder

00:36:03: ein bisschen auf die Zeit

00:36:04: deswegen und Fragen stellen?

00:36:07: Ja, also wer von euch?

00:36:09: Wer von Ihnen ist mutig und... Also wir

00:36:11: sind offensichtlich mit dem Thema am Ende.

00:36:13: Wir gehen jetzt in den Frage-Block okay!

00:36:15: Ja

00:36:16: und möchten eine Frage stellen.

00:36:18: Das machen wir bei unseren Lesungen auch immer da es dann doch recht häufig... Oh ja, wer traut

00:36:24: sich?!

00:36:25: Also wenn einer anfängt, dann läuft's

00:36:27: ein.

00:36:27: Ja das geht dann los.

00:36:29: Unsere Erfahrung.

00:36:31: Jetzt habt ihr die Möglichkeit.

00:36:33: Ihr seid dann auch glaube ich auf, das sage ich jetzt lieber nicht.

00:36:35: Spotify demnächst!

00:36:37: Hunderttausend Leute hören euch zu da vorne.

00:36:50: Also ich wollte ja gerne mal wissen Ich bin ganz begeistert wenn ich in Social Media sehe wie voll die Kirche ist Ob sie vorher auch schon so voll war bevor Sie gestartet haben auf Instagram oder ob sie auch damit ihre eigene nahe Bubble auch erst wieder erreichen konnten und anzünden konnten?

00:37:14: Ne, also nein.

00:37:15: Also das sind zwei ganz unterschiedliche Welten in denen wir da unterwegs sind.

00:37:21: Das ist uns vor Ort auch sehr klar.

00:37:25: Wir haben die eine Gemeinde im Internet und wir haben die Eine Gemeinde vor Ort.

00:37:29: Und es ist jetzt nicht so dass weil wir so viele Follower bei Instagram haben Deswegen die Kirche voll ist sondern wir haben ja vor Ort Auch sehr viel verändert Wie ich glaube, auch mutige Schritte gewagt.

00:37:42: Was am Ende dazu geführt hat dass dieser Ort für viele Leute ansprechend wurde und dass sich das weitererzählt wurde.

00:37:49: Und wer dann mal da war der blieb dann auch und brachte dann wieder andere mit und das war so eine stetige Entwicklung.

00:37:56: Wir sind jetzt an einem Punkt.

00:37:57: also Ich bin wirklich Ich lebe ja da auf der Insel der Seligen.

00:38:01: Das muss man einfach sagen, wir haben jeden Sonntag wirklich ein tolles Glaubensfest, wenn wir den Sonntagsgottesdienst feiern.

00:38:08: Der Tempel ist voll, das ist einfach großartig!

00:38:10: Das war auch viel Arbeit aber das ist schon getrennt von Instagram.

00:38:14: Wir haben immer mal Leute die... Kannst du sagen vielleicht besser?

00:38:18: Immer mal Leute, die von Instagram kommen so, aber die machen jetzt diese Masse nicht aus.

00:38:22: Ja, dass es wirklich die Arbeit vor Ort, die erzählt vom Musiker redengewandter Priester, Und also so, wir kommen's Dienst.

00:38:29: Das ist das einfach was wir viel umgestellt haben und was das

00:38:32: auch strukturell Dinge angepasst und auch Abschiede.

00:38:35: Also wenn man jetzt sagt zum Thema Mut.

00:38:38: Wir hatten am Anfang drei wirklich große Kirchen die im Steinwurf voneinander entfernt sind.

00:38:45: Da war schon meine Aufgabe zu sagen Leute, wir können nicht auf so engen Raum drei große Kirche bespielen.

00:38:50: Wir verlieren uns.

00:38:52: Wir müssen uns konzentrieren.

00:38:54: Die Leute sind das Gott sei Dank mitgegangen.

00:38:57: Natürlich gab es auch negative Stimmen, aber die Leute sind dassmit gegangen und haben dann auf einmal erlebt Das ist was anderes ob man hier mit forty Mann mit sechzig oder am Ende mit dreihundert das macht mit mir als Priester was.

00:39:11: Ich bin ganz anders da, aber die Leute ja auch, die kommen dahin und gucken nicht auf leere Bänke und es ist ein anderes Singen, ein anderes Beten, eine ganz andere Feiergestalt.

00:39:21: Und ich denke immer so muss doch Kirche sein dass es wirklich ein Feiern ist und nicht so dieses sich beim Sterben zugucken.

00:39:34: Ja, also jetzt klatschen sie aber wenn ja das ist auch gut.

00:39:38: Aber wenn ihre kirche die ist wo man sagt Das geht jetzt nicht mehr wir müssen alle zwei kirchen weitergehen Dann hört es mit dem klatschn erstmal auf.

00:39:46: aber wir brauchen den mut.

00:39:48: Wir können also ich glaube man muss sehr einfach gucken, wir wissen.

00:39:54: Wir können diese ganzen Immobilien so nicht halten.

00:39:56: Wir haben das Geld nicht, wir können sie nicht in Stand halten.

00:39:58: Aber vor allem auch die Leute, die sie mit leben füllen.

00:40:01: Das ist ja das viel größere Problem.

00:40:03: und sich da wieder zu sammeln und zu sagen, wir versuchen eine lebendige, anziehende Gemeinschaft zu sein, wo noch mal was ausstrahlt wurde.

00:40:11: Nicht denken, ich habe jetzt einmal gelandet.

00:40:13: Da gehe ich nie wieder hin!

00:40:14: Das ist furchtbar.

00:40:15: Ja?

00:40:16: Das ist auch so ein Ding, was wir geändert haben.

00:40:21: Du musst auf so ein Gottesdienst gucken und du musst dir immer vorstellen, da kommt irgendjemand der mit Kirche überhaupt nichts am Hut hat.

00:40:28: Der verirrt sich und landet ausnahmsweise aus Versehen bei dir in der Messe.

00:40:32: Der muss rausgehen und muss wenigstens sagen war gar nicht so schlimm!

00:40:36: Also dass wir auch merken, wir haben was Tolles anzubieten das muss auch glänzen.

00:40:45: Ja mutig in der Pastoral sein, das ist auf jeden Fall das Ding Und in der Leitung, das irgendwie so zu führen.

00:40:51: Gibt es noch Fragen?

00:40:52: Ja jetzt... Jetzt geht's los!

00:41:00: Ganz simple Frage sind sie vielleicht auch mal in Österreich unterwegs?

00:41:04: Also wenn Sie uns einladen und Kaiserschmarrn gibt, können wir drüber reden.

00:41:07: Was sagt

00:41:08: ihr jetzt wieder so?

00:41:09: Über den Kaiserschmarrner

00:41:10: lässt sich reden.

00:41:11: Einladen müsste man da mal schauen.

00:41:14: Also jetzt geplant ist es... Geplant ist das nicht.

00:41:16: Nein, also wir kriegen super viele Einladungen.

00:41:19: Fängels

00:41:19: und Chef die Europatournee

00:41:22: haben wirklich schon viele vorgeschlagen mit so einem Bus dann unterwegs zu sein.

00:41:26: Wir sind halt zeitlich super eingeschränkt.

00:41:28: Aber

00:41:28: wir haben halt ja noch einen echten Job sage ich immer.

00:41:31: Ja, wir

00:41:31: versuchen viel möglich zu machen aber Österreich ist man natürlich auch ein paar Tage unterwegs.

00:41:36: Also gerne mal eine Einladung schicken, wir diskutieren dann nochmal!

00:41:42: Bei der Gelegenheit habt ihr auch manchmal den Mut, nein zu sagen.

00:41:47: Ihr braucht ja auch Freizeit!

00:41:49: Ihr habt auch nur ein Leben!

00:41:51: Das fängt

00:41:52: so gerade an

00:41:54: ne?

00:41:54: Ja tatsächlich genau das Nein-Sagen fällt uns beiden schwer und ich muss aber sagen genau das fängt sogar an.

00:42:00: also man merkt... Die Erschöpfung teilweise so.

00:42:04: Und jetzt alleine mit Instagram und Digitime haben wir uns ja zwei Wochen, weil ich gesagt habe, ich mache mal wirklich gar nichts.

00:42:10: Aber auch generell vor Ort.

00:42:12: man muss das lernen sonst wird man krank.

00:42:15: also wenn man einfach eine ständige Unruhe dann hat und man muss auf sich aufpassen.

00:42:19: Sonst kann man ja nicht mehr in Beziehungen mit anderen sein.

00:42:22: Also von daher müssen wir noch besser lernen glaube ich beide.

00:42:25: aber wir sind dabei Mich interessiert, wie gleichberechtigt sie in der Pfarreiarbeit sind.

00:42:40: Also ob Sie als nicht geweihte Frau irgendwas einfordern mussten und ob Sie irgendetwas abgegeben haben?

00:42:46: Und ob das auch mutig war im Zusammenspiel aber auch im Vertreten nach außen.

00:42:52: Ich muss dich was abgeben.

00:42:57: Also, ja sie war schon da und also das war jetzt überhaupt gar kein Thema bei uns ehrlich gesagt.

00:43:04: Wir haben unsere unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, unsere unterschiedliche Aufgabengebiete und das was jemand übernimmt... tut er auch und dann eben auch eigenverantwortlich.

00:43:15: Also sie muss jetzt nicht irgendwie mit ihrem Erstkommunikonzept kommen, ich muss da einen Stempel drauf setzen und sie muss für jeden Bleistift fragen.

00:43:24: Und genauso wenig habe ich meine Freiheiten wo ich meine Dinge tue.

00:43:28: Was wir natürlich tun ist dass wir die Dinge miteinander besprechen, was meinst du dazu?

00:43:32: Ich

00:43:33: wollte gerade sagen genau, weil sonst ist das wirklich diese Vertrauensbasis.

00:43:35: aber dieses Miteinander absprechen ist einfach wegen der Meinung des anderen wichtig.

00:43:39: um noch mal abgesichert zu sein ist es jetzt klug oder nichts Wenn wir eine neue Idee haben, aber sonst.

00:43:45: Also ich habe für mich jetzt auch nicht mehr das Gefühl, mir bricht ein Zacken aus der Krone wenn Frau Engel einen Bereich hat den sie verantwortet und da kriege ich dann vielleicht gar nicht so viel mit.

00:43:53: also es ist immer wichtig.

00:43:54: Ich möchte schon so einen groben Überblick haben was ist bei uns los?

00:43:59: Aber dass sich bis ins Detail ihr hinterher steigen würde um zu gucken ob die das alles richtig macht Da würde ich ja auch irre dran werden.

00:44:10: Genau, das ist auf Augenhöhe an.

00:44:12: Das geht es ja auch gar nicht.

00:44:16: Oder Sie müssen das bitte einmal bestätigen?

00:44:18: Wenn der Pastor das sagt...

00:44:19: Ich würde schon das nett einmal

00:44:22: holen!

00:44:23: Bitte einmal sagen Ja, das is

00:44:25: so.

00:44:26: Danke!

00:44:30: Ich hätte noch eine Frage dazu und zwar dass man ja vor allem auch andere Menschen die jetzt nicht christlich sind, nicht getauft sind, seinen Glauben irgendwie näher bringen möchte.

00:44:41: Was würden Sie dann so als den Kern des christlichen Glaubens sagen, also kurz und setzen?

00:44:47: Er ist sehr vielfältig.

00:44:48: Aber was ist der Kern?

00:44:49: Ja, Herr Pfarrer!

00:44:52: Also für mich ist der Kern die Gottesbeziehung.

00:44:56: Also wirklich sich seine ganze Existenz sein Herz und auch seinen Denken auf Gott hin zu öffnen und dem eine Chance geben in meinem Leben vorzukommen.

00:45:06: Das ist schon anstrengend genug, immer wieder Gott in das eigene Leben zu lassen und den immer mitzudenken bei den Dingen die ich denke, die ich tue auch die fühle.

00:45:16: Aber wenn man da so anfängt eine Beziehung zu Gott aufzubauen Kommt, ist man im Kern schon drin und daraus kann alles andere erwachsen.

00:45:28: Also ich würde gar nicht von jemandem verlangen jetzt erstmal am Anfang jeden Sonntag in die Kirche zu gehen oder so sondern soll mal anfangen jeden Tag zu beten ja also jeden tag sich mal eine Zeit zu nehmen um zu sagen Diezeit gehört mir und Gott und da is nur mein Leben und Gott gerade wichtig und alles anderen nicht.

00:45:43: Und Ich glaube das ist eine Erfahrung die mich von anderen auch immer wieder erzählt bekomme.

00:45:48: Dann kommt automatisch die Sehnsucht und auch der Hunger nach mehr.

00:45:51: Dann willst du mehr wissen, dann willst du erfahren, dann willst du mit noch tiefer in Berührung kommen.

00:45:55: Wir hatten letztes Jahr einen Glaubenskurs wo sie gesagt haben wir wollen so richtig deep mal was sagt die Kirche hier?

00:46:03: Was sagt die kirche da?

00:46:06: Da war so viel Interesse Bei manchen Sachen gesagt.

00:46:10: so ja, da finde ich die Kirche völlig daneben.

00:46:13: Das kann ich auch aushalten.

00:46:14: aber ich finde wichtig dass ich anbieten kann was sagt die kirche und warum sagt die kirche das?

00:46:19: Und ihr könnt euch eine Meinung dazu bilden!

00:46:21: Was kommt aber später?

00:46:23: Dass das erste ist Gott reinlassen und mit ihm eine Beziehung aufbauen.

00:46:33: Ja ich würde in meiner Heimatverein gerne ein bisschen mehr machen mit Kindern und Jugendlichen habe aber das Gefühl dass es beim Fahrer nicht ganz so gut.

00:46:43: Wie bleibe ich mutig, um da am Ball zu bleiben und ihn weiter und weiterzufragen?

00:46:48: Bis er dann irgendwann sagt ja komm hier ist jemand der hat Bock.

00:46:51: Der weiß wovon er redet.

00:46:52: wie schaffe Ich das da mutig zu bleiben Und nicht aufzugeben?

00:46:56: weil ich glaube dass es schon auch wichtig Da auch Kinder und Jugendliche zu begleiten.

00:47:01: Frau Engel Sie müssen auch immer gegen ihren Fahrer kämpfen Ja

00:47:06: Ja aber ich hätte die Frage jetzt an sie abgespielt wegen des Fahrradaseins Sind Sie ehrenamtliche oder haupt...?

00:47:14: Also ich bin ehrenamtlicher.

00:47:16: Ich arbeite schon mit Kindern und Jugendlichen, also ich weiß wovon ich rede

00:47:20: aber

00:47:20: zu theologisch bin nicht so versiert wie jetzt irgendwie ein Hauptamtlicher der Theologie studiert hat.

00:47:27: Also mir tut das erst mal leid, wenn ich das höre dass da Leute sind die sich engagieren wollen.

00:47:32: Die Leute zusammenbringen wollen, die Leute auch eben für den Glauben begeistern wollen und dann so das Gefühl haben mein Engagement ist gar nicht gewollt.

00:47:39: Ich lebe auch ganz oft nach dem Motto Stehter Tropfen, hüllt den Stein.

00:47:45: Also mein Rat wäre jetzt hier, Therapiestunde vorhanden.

00:47:49: Mein Rat wär jetzt also wirklich das Gespräch da nochmal zu suchen und vielleicht noch mal zu fragen also warum ist es denn nicht gewollt und da einfach dran zu bleiben?

00:47:57: Und ich finde wir haben immer die Freiheit dann auch zu gehen und sich in eine andere Gemeinde einzubringen.

00:48:01: ja also man muss als Mensch glaube ich auch merken okay wenn ich hier nicht weiter komme dann versuche mich woanders einzubrechen.

00:48:09: Das ist auch mutig, irgendwann zu sagen okay hier komme ich nicht weiter.

00:48:13: Ich versuche es woanders ja.

00:48:15: also sich nicht entmutigen lassen sondern eher sagen ok dann finde ich meinen Weg woanders.

00:48:20: Ja auch wenn's doof ist.

00:48:21: aber was soll ich sagen?

00:48:25: Ich habe auch noch eine Frage.

00:48:26: ihr hattet ja schon einige Erfahrungen mit Veränderung bei euch

00:48:29: vor Ort.

00:48:30: Was würdet ihr den gemeinden Raten die gerade in so Veränderungsprozessen stecken Also wie man da durchhält oder weitermacht mutig zu sein, also gerade Dinge auch sterben zu lassen neue Wege auszuprobieren das dachte ich jetzt auch gerade noch mal mit der Kinder- und Jugendarbeit.

00:48:48: Dinge auszuprobieren.

00:48:50: Und wenn es nicht läuft, kann man's ja immer noch sagen okay so war es nicht.

00:48:54: Also gibt es bei uns auch super viele Sachen die wir ausprobiert haben also da vielleicht den Weg zu gehen und zu sagen erst mal mutig zu sein neue Dinge auszuprobieren das anzunehmen und dann vielleicht aber auch mutig zusehen um zu sagen ok dass hat jetzt nicht geklappt Dinge sterben zu lassen und nochmal neu zu gucken also immer diese Evaluierung auch zu haben und miteinander im Gespräch zu sein.

00:49:14: Wir sehen überhaupt keine Leute die irgendwelche Pastoralkonzepte schreiben.

00:49:19: Aber genau, wir probieren aus.

00:49:20: Und dann gucken wir mit den Leuten... Also wir machen das sind ja auch nicht nur wir zwei.

00:49:24: Wir haben ja viele Ehrenamtliche die mitdenken und tun und dann denken was könnte hier so bei uns passen?

00:49:29: Was könnte funktionieren?

00:49:30: Dann wird es ausprobiert und entweder das passt oder das passt nicht.

00:49:32: Wenn's nicht passt, dann machen wir es halt nicht nochmal.

00:49:34: Dann machen wir etwas anderes.

00:49:35: Das ist noch ein Punkt wo ich denke dass es wichtig eben auch dran bleiben.

00:49:39: Frau Engel sagt ganz richtig, es gibt Dinge die muss man sterben lassen.

00:49:43: Da muss man aufhören.

00:49:44: das heißt aber dann nicht dass man mehr Freizeit hat und zu Hause Netflix guckt sondern das heißt wir setzen an dem Punkt was anderes.

00:49:51: ja also eben dann wenn das eine nicht mehr geht dann das andere ausprobieren dass das eben nicht wie so ein langsames vor sich hinsterben sich anfühlt und auch so aussieht sondern das klar wird die versuchen den Weg zu finden.

00:50:03: da ist eine Dynamik die sich einen Weg bahnt.

00:50:07: also aushalten dran bleiben ausprobierend mutig sein.

00:50:17: Ich weiß jetzt nicht, ob die Frage schon war.

00:50:21: Wir haben

00:50:21: einen großen Fahrverbund gekriegt.

00:50:24: Wir sind jetzt, glaube ich, reizt zum Kirchen und wir müssen von einer Kirche in die andere Kirche hüpfen weil wir sonst keine Eucharistiefeier kriegen.

00:50:34: und dann denke ich mir immer ja da kann ich mich solche Willkommenskultur machen wie sie das jetzt im Krefeld machen.

00:50:43: Wie ist das bei Ihnen gar nicht in der Gemeinde?

00:50:45: Also im Bistum so, dass Sie solche große Gemeinde verbunden haben.

00:50:51: und wenn sie sagen ja ich kann jeden Tag um zehn Uhr die Eucharistiefeier da feiern finde ich toll.

00:50:58: Ja also doch natürlich!

00:50:59: Wir haben einen großen pastoralen Raum, zehn Kirchengemeinden, neununddreißig Kirchen.

00:51:05: aber die sind Ich will mal sagen, die sind profiliert.

00:51:10: Es ist nicht überall alles.

00:51:11: also wir verabschieden uns immer mehr von diesem.

00:51:14: Wir müssen überall die Eier legende Wollmilchsau sein und dann gibt es eben Zentren.

00:51:18: Also jetzt Die Dienöseskirche isst eines dieser Zentren Sie ist mitten in der Stadt da ist jeden Tag eucheres Tee und Sonntags dann sogar dreimal.

00:51:27: Dann gibt's aber natürlich auch Kirchen an denen einem sonntag nichts ist.

00:51:31: Ja das ist so Aber dass geht eben auch nicht anders.

00:51:35: Da bin ich genau da klar.

00:51:36: wenn ich versuche alle irgendwie gleich zu bespielen, dann kriege ich das natürlich nicht hin.

00:51:41: Ein Willkommensdienst zu haben der nicht nur auf zwei Schultern ruht sondern aber wenn man sich einen Ort konzentriert da auch sammelt und da wirklich Männern-Wirmenpower reinsteckt, dann können solche Dinge gehen und auch ganz neu entstehen.

00:51:56: Das war bei uns ja auch so.

00:51:57: Es gibt diesen Willkommensdienst seit Corona als die ganzen Sicherheitsvorkehrungen da notwendig waren Und dann mussten die Leute eben sich aus ihren ursprünglichen Kirchen alle wieder neu zusammenfinden.

00:52:09: Da war auf einmal ein Feuer drin und sie haben gemerkt hier passiert was ganz Neues losgelassen, ihre alten Säulen und haben woanders eine Heimat gefunden.

00:52:19: Das war so richtig... das war wie ein kleines Fingsten was da passiert ist!

00:52:22: Das war richtig cool ne?

00:52:23: Und da würde ich denken.. Da würde ich mir wünschen dass wir uns das mehr trauen.

00:52:27: So traurig wie das ist, ich weiß das ja.

00:52:29: also Ich..das is nicht schön sich zu überlegen welche Kirche mache ich zu?

00:52:35: Also ich bin nicht Priester geworden um Kirchen abzureißen wirklich nicht.

00:52:38: und das ist jede kirche wo ich denke ich habe keine Ahnung wie wir da weitermachen sollen und was ich aus dieser Kirche machen soll oder dass wir aus der Kirche mit diesem Gebäude umgehen.

00:52:50: Ich weiß es nicht, das tut mir weh!

00:52:53: Aber ich sehe auch, es geht nicht anders so.

00:52:56: Und auch, ich glaube auch, das ginge nur auf Kosten der Lebendigkeit und das ist genau das, was wir nicht machen dürfen.

00:53:03: Genau also großer Verbund geht aber man muss sich konzentrieren.

00:53:09: Ja danke, gerne!

00:53:17: Ich habe eine Frage und zwar ihr habt einiges verändert?

00:53:21: Was hat sich bewährt?

00:53:23: Was habt ihr gemacht, was habt ihr verändert.

00:53:27: Was eben schon angesprochen worden ist die Zusammenlegung beispielsweise in Corona-Zeiten der Willkommensdienst.

00:53:32: also wir haben geguckt was kommt bei den Leuten an?

00:53:35: und beispielsweise jetzt mit diesem Willkommenesdienst?

00:53:37: das war vorher das kannten sie jetzt alle wahrscheinlich durch Corona dieser Ordnungsdienst wo man die Namen abhaken musste Und ich weiß noch genau dann war alles wieder möglich.

00:53:47: Wir hatten Pastoralteam.

00:53:48: Dann habe ich zu meinem Pastoral Team gesagt Ey wenn wir das jetzt aufgeben Dann wären wir ziemlich bescheuert, weil es hat so eine tolle Achtsamkeit stattgefunden.

00:53:56: Diese Ehrenamtlichen die sich von allen Gemeinden auf einmal engagiert haben in einem Ort das wäre vorher nicht möglich gewesen.

00:54:03: Die

00:54:03: haben Sonnenzusammenhalt bekommen und die genießen das richtig da an der Tür zu stehen und mit den anderen mit den Gemeindemitgliedern in Kontakt zu sein.

00:54:10: Die Gemeindermitglieder die haben sich auf einmal richtig gesehen gefühlt wenn einer am nächsten Sonntag nicht da war.

00:54:16: haben sie sich schon abgemeldet.

00:54:17: ja also weil ich gesagt machen Sie sich keine Sorgen Ich bin nächste Woche nicht da.

00:54:21: Also das war eine tolle Achtsamkeit und so eine Tolle Gemeinschaft entstanden.

00:54:25: Ich habe gesagt, wenn wir das jetzt wieder zurückspulen wie vieles zurückgespult worden ist nach Corona als wieder alles möglich war dann machen wir einen großen großen Fehler.

00:54:34: Wir haben auch zum Beispiel der Liturgie ein klares Profil gegeben.

00:54:39: Wir haben gesagt, wir feiern das manche überrascht das immer.

00:54:43: Aber wir feinen eine sehr klassische Liturgie wie ich sage immer so wie sie halt im Buche steht.

00:54:47: und wir haben seit einigen Jahren auch wieder sehr viele Messdiener für so Innenstadtverhältnisse.

00:54:52: die haben auch einfach Bock was zu machen und dann fragen die aus und machen heute Weihrauch und dann sag ich ja warum denn nicht?

00:54:58: Ja dann sollen Sie es machen.

00:54:59: und ja weil das ist gibt da nichts Schlimmeres als wenn da Kinder- und Jugendliche sind die wollen etwas machen und du sagst ne setz dich einfach hin und seid still.

00:55:05: also was soll das denn?

00:55:06: ja und dann machen wir da haben wir dem Sohn Profil gegeben.

00:55:11: Das ist ein Stück auch dann Alleinstellungsmerkmal, ne?

00:55:14: Wenn man sagt so das ist unser Ding!

00:55:16: Wir sind auch von den Liedern eher klassisch.

00:55:18: Das heißt nicht dass wir das andere nicht gut finden.

00:55:20: Wir sagen an dem Ort ist verlässlich das.

00:55:23: Dann kommt hinzu das natürlich ich auch gesagt habe als ich noch andere... Gemeinden übernommen habe und immer, da kommt ja immer noch eine Kirche dazu.

00:55:31: Noch ein und noch ein.

00:55:32: so das hört ja nie auf.

00:55:32: Da hab ich gesagt Ja, das können wir alles so machen aber Ich werde Sonntags um elf vor treißig in St.

00:55:38: Junisius sein Und Das wird nicht diskutiert.

00:55:41: So weil dass auch wichtig ist Dass Da Eine Beziehung Ist Einmal von mir zu den Leuten Von Den leuten Zu Mir und Auch Zu dem Ort.

00:55:49: Das Verändert mich als Prediger zum Beispiel auch Dass Ich mit Den Leuten Auf Nimm Weg Bin Dass man sich Kennt das Wird Unfassbar viel Gequatscht nachem Gott Dienst, wo die Leute viel von sich erzählen und das heißt man hat wirklich das Gefühl.

00:56:03: Man ist echt Gemeinde, die sich auch ein bisschen kennt ja?

00:56:06: Die nicht nur so nebeneinander her sitzt und dann ist der letzte Orgelton verklungen und alle gehen nach Hause.

00:56:11: Man interessiert sich nicht füreinander.

00:56:12: Wir haben da auch eingeführt zu Sachen, wo ich dachte dass es total tot.

00:56:15: So Kirchencafé.

00:56:21: Aber bitte mit Sahne!

00:56:25: Da rennen die Leute uns, die Tür ein.

00:56:27: Auch die jungen Leute.

00:56:28: Wir haben wirklich sehr gemischtes auch junges Publikum.

00:56:31: Die holen sich da ein Stückchen Kuchen, ihren Kaffee stehen da stundenlang rum und quatschen.

00:56:34: das ist richtig schön.

00:56:35: also

00:56:36: mir fällt jetzt nur ein Das Fahrjournal gibt es bei uns zweimal im Jahr.

00:56:40: dass haben wir ganz am Anfang direkt umgestellt.

00:56:42: der war eine Truppe die hat das dreißig Jahre lang gemacht.

00:56:44: das war alle zwei Wochen kann das glaube ich raus schwarz-weiß zehn Schriften, zehn unterschiedliche und ja so.

00:56:53: Und dann haben wir gesagt also ansprechend ist es jetzt nicht und das war... Wir waren neu in der Gemeinde.

00:56:58: dieser Kreis hat das dreißig jahrelang gemacht und jetzt kommen da zwei und wollen das irgendwie verändern?

00:57:02: Das war natürlich auch!

00:57:03: Also da muss man mit denen ins Gespräch gehen und ich erzähle immer die Story wo dann wirklich einer der Männer die da in den Kreis waren vor mir sitzt und nur noch so im Kopf schüttelt.

00:57:11: Dann habe ich gesagt was ist denn los her so und so?

00:57:13: ne Ich hab Bauchschmerz.

00:57:15: Also der war wirklich am Leiden und da habe ich gesagt, wir probieren es aus!

00:57:18: Und wenn's dann schlecht wird?

00:57:19: Wir können immer noch mal zurück schwenken oder was anderes ausprobieren... ...und das ist einer der ersten, der wirklich immer zu uns kommt und sagt tolles Heft.

00:57:25: Tolles Heft!

00:57:26: Also wirklich die Menschen an die Hand zu nehmen mit dem Mutig den Weg auszuprobieren und zu gucken läuft das oder läuft das nicht.

00:57:33: Es ist generell Öffentlichkeitsarbeit, das ist super wichtig.

00:57:36: Also wir schreiben auch wenn wir besondere Gottesdienste haben oder so... Das geben an die Lokalzeitung und die drucken das natürlich ab.

00:57:41: Die sind ja froh, wenn sie was zum Drucken haben aber dadurch kriegen die Leute das mit!

00:57:46: Du musst ja als Kirche dann schon deinen Angebot nicht nur im Schaukasten sondern auch darüber hinaus bewerben sonst darfst du dich nicht wundern, wenn keiner weiß dass das ist?

00:57:56: Das ist auch so ein Ding.

00:57:57: Wir haben grundsätzlich was Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit... Auch dann die Homepage, die von vorne bis hinten komplett überarbeitet und guckt, dass sie aktuell ist.

00:58:06: Das wird in der Kartuschenkirche oft stiefmütterlich behandelt.

00:58:09: Die Öffentlich- keitsarbeiten das ist einfach wieder so ein ding wo man auch Gesicht zeigen muss ja also mit den Schaukästen haptisch auch noch.

00:58:16: Also ich meine jetzt öffentlichkeitsarbeit nicht nur soziale Medien sondern wirklich vor Ort Bodenpersonal, ja.

00:58:21: Aber auch sie als Gemeinde und als Ehrenamtliche dass man wirklich da ist und die Kirche offen hält und wirklich wertschätzend die Leute sieht.

00:58:30: also die Menschen so geht es uns ja allen.

00:58:32: wir wollen gesehen werden und das ist einfach dieses Miteinander wofür wir stehen wollen zumindest wir versuchen.

00:58:38: eine Frage geht noch

00:58:42: wer stellt die letzte frage?

00:58:45: keiner

00:58:48: hier vorne.

00:58:55: Hallo, ich komme aus einer sehr kleinen Gemeinde wo man das Kirchensterben auch sehr sieht.

00:59:00: Ich komme aus dem Osten und wie kann man da einen Schritt wagen auf die Leute zuzugehen?

00:59:07: beziehungsweise was ist so die Zukunft?

00:59:10: Wie gestaltet ihr die Zukunft so?

00:59:13: Inwiefern?

00:59:15: Auf Gemeindeleben damit man vielleicht wieder Leute in der Kirche kriegt.

00:59:20: Also für mich ist immer die Frage, ob das erste Ziel ist, die Leute in der Kirche zu kriegen.

00:59:26: Ich glaube, das erste Ziel müsste sein, diese Leute zu interessieren und dass sie neugierig werden.

00:59:31: Und da sind wir auch schon wieder beim Thema Öffentlichkeitsarbeit aufzustellen und sich im positiven Sinn präsentieren, dass jemand auf die Idee kommt.

00:59:39: Das könnte interessant für mich sein.

00:59:41: Da gehe ich mal gucken!

00:59:43: Dann muss natürlich der ganze andere Ratenschwanz auch stimmen.

00:59:46: Man muss gesehen oder hallo gesagt werden darf sich nicht direkt isoliert, unerwünscht vorkommende.

00:59:52: Also so dieses.

00:59:52: ich weiß nicht wie das hier so ist aber bei uns im Reinhardt ist es ja schon noch so.

00:59:56: da hat schon jede Familie in den kleinen Vororten die haben ihren Platz und da sitzen sie immer.

01:00:01: und wenn jemand kommt der sich nicht auskennt und der sitzt dann auf dem Platz Dann ist die Messe aber gelesen.

01:00:07: Und da denke ich immer, Leute was ist das denn für eine Willkommenskultur?

01:00:11: Dann sitzt sie jetzt mal Sonntag halt woanders.

01:00:13: Die Messe ist trotzdem gültig und der Mensch hat vielleicht gedacht Ist ganz schön hier.

01:00:18: Also so man muss den Leuten sehen wir müssen nicht willkommen fühlen.

01:00:20: haben Sie noch etwas?

01:00:21: Ja also dass man einfach punktuell dem Menschen auch ein gutes Gefühl mitgibt Auch wenn die erstmal nichts mit Kirche zu tun haben sei es Dass man als Bodenpersonal auf Beerdigung unterwegs ist Auf Hochzeiten oder Oder viele fragen immer ja findet ihr es nicht blöd wenn Weihnachten oder Ostern dann Leute kommen, die sonst da gar nichts mitzutun haben.

01:00:37: Im Gegenteil ist es doch schön!

01:00:38: Aber denen dann wirklich ein positives Gefühl mitzugeben und zu zeigen, hey Kirche kann richtig cool sein und Spaß machen und unser Glaube macht Spaß.

01:00:45: Und unsere Gemeinschaft das ist doch das was wichtig ist.

01:00:48: also den punktuellen so geht's finde ich auch in der Ehrenamtarbeit ist das finde ich Punktuell.

01:00:54: ihnen ein gutes Gefühl mitzugeben, wenn die Lust haben und Spaß haben.

01:00:58: Mitzumachen und nicht zu sagen ja also wenn du mitmachen willst gerne aber dann für vier Jahre.

01:01:03: Also das funktioniert heute nicht mehr.

01:01:05: Und

01:01:05: Farblättchen muss er auch noch

01:01:06: ausdrehen?

01:01:07: Ja!

01:01:07: Wenn sie nur eine Woche mitmachen, dann machen sie nur ne Woche mit ist doch super.

01:01:10: und wenn die sich gesehen und wertgeschätzt fühlen, dann kommen die auch wieder.

01:01:14: Und dranbleiben Also jetzt nicht nur, wenn beim ersten Mal nur zehn kommen.

01:01:18: Man hat gedacht es kommt zwölf dann ja ein bisschen dran bleiben.

01:01:22: also dass wir sind jetzt seit sieben Jahren dran sind.

01:01:25: jetzt einem punkt für sagen das ist wirklich schön so wie's ist aber das sind halt auch sieben jahre gewesen wo wir auch viel ausprobiert haben und auch ausgehalten haben.

01:01:34: wenn mein plan nicht aufgegangen ist muss einfach mal dranbleiben Mut haben.

01:01:41: Schlusswort

01:01:50: Fraengels und Chef, ein Podcast von DOMRADIO.DE in Kooperation mit dem Bonifatiuswerk überall da wo ihr eure Podcasts am liebsten hört.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.